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Kolumbien: Nachfolger von FARC-Kommandeur Marulanda steht fest

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Kolumbien: Nachfolger von FARC-Kommandeur Marulanda steht fest

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Der Gründer und Anführer der kolumbianischen FARC-Rebellen ist tot. Das teilte die Regierung des südamerikanischen Landes mit. Pedro Antonio Marín, besser bekannt als Manuel Marulanda, war fast 80 Jahre alt. Möglicherweise starb er vor zwei Monaten an einem Herzinfarkt. Gerüchte über eine schwere Erkrankung hatten seit längerem kursiert. Eine Bestätigung seines Todes durch die Rebellen steht noch aus.

Nachfolger Marulandas soll laut dem Militär Alfonso Cano werden. Nach Armeeangaben soll er sich im Südwesten Kolumbiens aufhalten, seine Ergreifung stehe unmittelbar bevor. Die Rebellen dementierten, dass Cano sich in der Gegend befinde.

Die FARC kämpfen seit mehr als 40 Jahren gegen die kolumbianische Regierung. Präsident Alvaro Uribe hofft nun, dass der Tod ihres Anführers hochrangige Rebellen zum Aufgeben bewegen könnte; einige hätten bereits angekündigt, die FARC zu verlassen und die Geiseln zu befreien, darunter auch Ingrid Betancourt, so Uribe, der den Rebellen Straffreiheit und eine Belohnung in Millionenhöhe anbot.

Erst vor einer Woche hatte sich Nelly Avila Moreno, gennant Karina, ergeben. Die Kommandeurin soll unter anderem Uribes Vater ermordet haben sein. Bereits Anfang März hatten die so genannten “Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens” den Tod ihres hochrangigen Anführers Raul Reyes hinnehmen müssen.

Der Tod ihres Gründers wäre ein weiterer, harter Schlag für die Guerilla, sagt der Analyst Alfredo Rangel. Er könnte in der FARC eine Debatte darüber auslösen, ob sie den bewaffneten Kampf weiterführen soll. Vermutlich komme sie zu dem Schluss, dass ein militärischer Sieg unmöglich sei, und dass sie mit der Regierung Uribe über einen Frieden verhandeln sollte.

Anfang des Jahres ließen die FARC sechs Geiseln frei, noch immer halten sie aber vermutlich hunderte Menschen in ihrer Gewalt. Die bekannteste Geisel ist die frührere Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt. Nach sechs Jahren Geiselhaft ist sie offenbar schwerkrank.