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China: Überschwemmungen bedrohen Erdbebengebiet

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China: Überschwemmungen bedrohen Erdbebengebiet

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Zwei Wochen nach dem verheerenden Erdbeben droht dem Südwesten Chinas eine neue Naturgewalt: das Wasser. Rund 1.800 Soldaten und Polizisten rückten zu einem künstlichen See aus. Mit Dynamit sollen sie einen Teil eines Dammes aus Fels und Geröll sprengen, um Wasser abzulassen, bevor es sich unkontrolliert ergießt.

Von der Flutwelle wäre unter anderem die drei Kilometer entfernte, schwer zerstörte Stadt Beichuan bedroht. Tausende Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Wie in Tangjiashan haben sich durch Erdrutsche gewaltige Seen gebildet. 35 solcher Flussblockaden gibt es im Erdbebengebiet, hinzu kommen zahlreiche beschädigte Staudämme.

Staats- und Parteichef Hu Jintao verprach beim Besuch einer Firma für Fertighäuser, die zerstörten Gebäude würden bald wieder aufgebaut. Doch zunächst forderte die Regierung weitere drei Millionen Zelte an. Geschätzte fünf Millionen Menschen sind obdachlos. Ein starkes Nachbeben ließ gestern zehntausende weitere Häuser einstürzen, sechs Menschen starben, hunderte wurden verletzt.