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Die Geschichte der Marsforschung

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Die Geschichte der Marsforschung

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Mit einem glühenden Schweif ab in den Nachthimmel – so begann am 4. August 2007 wieder einmal eine Mars-Mission. Begleitet von den Hoffnungen der Wissenschaftler, dass es diesmal klappen möge.

Seit der Sowjetunion mit “Sputnik 24” 1962 die erste Mars-Mission mißlang, wurde auf der Erde unermüdlich geforscht und geprobt. Vor allem das besonders schwierige Aufsetzen, woran über die Jahrzehnte hin viele Missione scheiterten.

Diese Fotos der sowjetischen Sonden “Mars 4” und “Mars 5” lieferten 1973 die ersten Hinweise auf Kohlendioxyd. Zwei Jahre zuvor hat “Mars 3” erstmals eine weiche Landung geschafft – nach 20 Sekunden aber versagten die Instrumente.

Diese Aufnahmen der Mars-Sonnenseite lieferte am 1. Juni 1976 die amerikanische Sonde “Viking 1”. Zu erkennen waren Berge, Vulkane und – besonders wichtig – Wolken!

21 Jahre später rollte ein “Gast” – english “sojourner” von der Rampe der Sonde “Pathfinder”. Das Geschenk der NASA am 4. Juli zum Nationalfeiertag. Erstmals erkundete ein von der Erde aus ferngesteuertes Fahrzeug einen anderen Planeten.

Im September 1997 erreichte mit “Mars Global Surveyor” die nächste US-Sonde ihre Umlaufbahn und lieferte mehr als 200.000 Fotos vom Mars. Zum Beispiel diese spektakulären Aufnahmen von einem Sandsturm….und wieder gab es Hinweise auf Wasser in gefrorener Form.

Seit 2003 mischen die Europäer mit – und auch sie mussten erst einmal Rückschläge hinnehmen. So wurde ihr Landeroboter “Beagle 2” zwar abgesetzt – blieb dann aber stumm.

Im Jahr darauf hatten die Amerikaner wieder mehr Glück. Ende Januar 2004 schickten sie den Roberter “Opportunity” auf die Suche nach Spuren – und der zeigte den Erdenbewohnern erst einmal seine eigenen Spuren im Marssand…

Sein Zwillingsbruder “Spirit” erfreute die Wissenschaft mit solchen Bildern von einer rötlich schimmernden Steinwüste.

Beim jüngsten Erfolg – der Landung von “Phoenix” – haben erstmals Amerikaner und Europäer eng zusammengearbeitet. An Bord ist eine Spezialkamera aus dem deutschen “Max-Planck-Institut”, die bei der Suche nach Wasser helfen soll.

Die europäische Weltraumagentur ESA half mit zwei ihrer Bodenstationen bei der Berechnung der Flugbahn – und der europäische “Mars-Express” wurde schon seit Ende 2007 in die richtige Position dirigiert, um die Landung von “Phoenix” beobachten zu können.