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Libanesen feiern neuen Präsidenten

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Libanesen feiern neuen Präsidenten

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Nach langer Zeit hat der Libanon wieder einen Staatspräsidenten: Viele Menschen hier hoffen nun auf einen Ausweg aus der politischen Krise, die das Land seit anderthalb Jahren gelähmt hat. Seit November war auch der Präsidentenposten verwaist: Nun tritt der bisherige Armeechef Michel Suleiman das höchste Amt im Staat an. Im Parlament bekam er eine fast einhellige Zustimmung.

Zu Suleimans Wahl waren Vertreter etlicher Länder gekommen, darunter der Emir von Katar: Der Golfstaat hatte vor einer Woche die Verhandlungen ausgerichtet, bei denen unter Vermittlung der Arabischen Liga ein Kompromiss gefunden wurde.

Von einem ersten ernsthaften Schritt in die Zukunft spricht Butros Harb, ein Abgeordneter aus dem Regierungslager; einem Ende der Mühen und des Kampfes. Nun könne man den Libanon als demokratischen und souveränen Staat wiederaufbauen.

Und auch Frankreichs Außenminister nennt das einen neuen Anfang. Vielleicht könne schon Dienstag die Regierung stehen, sagt Bernard Kouchner; das sei das Ziel, und die Richtung stimme.

Der neue Staatspräsident gilt als Mann des Ausgleichs, der mit der westlich orientierten Regierung ebenso auskommt wie mit der vorwiegend islamistischen Opposition unter Führung der Hisbollah-Bewegung. Schon bei der Bildung der neuen Regierung wird er diese Eigenschaft brauchen.