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Siemens-Korruptionsskandal: Angeklagter gibt Existenz schwarzer Kassen zu

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Siemens-Korruptionsskandal: Angeklagter gibt Existenz schwarzer Kassen zu

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Zum Auftakt des ersten Strafprozesses um den milliardenschweren Korruptions-Skandal bei Siemens hat sich der Angeklagte geständig gezeigt. Er bestätigte dubiose Zahlungen und die Existenz schwarzer Kassen. Die Vorwürfe aus der Anklageschrift seien grundsätzlich zutreffend, sagte Reinhard S. vor der 5. Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München I.

Laut Staatsanwaltschaft floss das Geld über Scheinverträge mit verschiedenen Firmen in die schwarzen Kassen und wurde an Entscheider weitergereicht. Insgesamt soll der Angeklagte auf diese Weise gut 53 Millionen Euro vom Konzernvermögen veruntreut haben.

Nach Erkenntnissen der Ermittler hatte er dabei weitgehend freie Hand. Niemand habe kontrolliert, wie viel Geld er über die Scheinverträge generierte, welche Beträge er entnahm und an wen er die Gelder weitergab. Der Angeklagte belastete aber auch seine Vorgesetzten.