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Societe Genrale will auf Hauptversammlung Spekulationsskandal aufarbeiten

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Societe Genrale will auf Hauptversammlung Spekulationsskandal aufarbeiten

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Die Milliarden-Spekulationsverluste des Societe-Generale-Aktienhändlers Jerome Kerviel stehen im Mittelpunkt der Hauptversammlung der Bank an diesem Dienstag. Rechtzeitig zum Aktionärstreffen veröffentlichte die Bank zwei Untersuchungsberichte, die bei der Aufarbeitung des Skandals helfen sollen.

Darin heißt es, für die Verluste seien schwere Managementfehler der direkten Vorgesetzten Kerviels verantwortlich. Diese hätten bei den Manipulationen Kerviels praktisch zugesehen.

Kerviel hatte mit Spekulationen auf Aktienindizes in unerlaubtem Ausmaße der Bank einen Verlust von 4,9 Milliarden Euro eingebracht. Der Aktienhändler wurde deswegen entlassen und soll sich vor der Justiz verantworten. Nach Bekanntwerden des Skandals war der Aktienkurs der Bank um die Hälfte eingebrochen.

Der damalige Vorstandschef Daniel Bouton musste seinen Hut nehmen und wurde in den Aufsichtsrat abgeschoben. Zwei höhere Manager, darunter der Leiter der Derivateabteilung, hatten den Konzern ganz verlassen. Nach Berichten französischer Medien muss kein Manager der Bank ein Strafverfahren fürchten. Nur Kerviels Assistent könnte ins Visier der Justiz geraten.