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Israel: Olmert in Korruptionsaffäre weiter unter Druck

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Israel: Olmert in Korruptionsaffäre weiter unter Druck

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Israels Ministerpräsident Ehud Olmert kommt in der Korruptionsaffäre weiter unter Druck. Ein Zeuge gab vor Gericht Zahlungen an den Politiker zu. Für den Fall einer Anklage hatte Olmert seinen Rücktritt angekündigt. Dies könnte weitreichende Folgen für den Nahost-Friedensprozess haben.

Im Kreuzverhör sagte der amerikanische Geschäftsmann Morris Moshe Talansky, er habe bis 1995 mehrere hunderttausend US-Dollar in bar gespendet. Dafür habe er jedoch nie eine Gegenleistung von Olmert erwartet.

Die Staatsanwaltschaft hatte auf der Befragung bestanden, aus Furcht, der US-Bürger Talansky könnte sich einem künftigen Prozess entziehen. Der weitere Verlauf des Verfahrens sei unklar, betonte der Staatsanwalt. Es sei durchaus möglich, dass die Akte wieder geschlossen werde.

Olmert wies Korruptionsvorwürfe zurück. Er habe das Geld verwendet, um Schulden aus zurückliegenden Wahlkämpfen zu begleichen. Am vergangenen Freitag hatten Ermittler den Regierungschef zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen vernommen. In seiner Kadima-Partei soll bereits ein Streit über seine Nachfolge entbrannt sein.