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Societe Generale: Hauptversammlung soll Aktionäre nach Milliardenverlusten beruhigen


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Societe Generale: Hauptversammlung soll Aktionäre nach Milliardenverlusten beruhigen

Erstmals seit dem Milliarden-Spekulationsskandal ist das Management der Societe Generale seinen Aktionären gegenüber getreten. In Paris fand die Hauptversammlung der Großbank statt.

Die Konzernführung unter Daniel Bouton hat Verluste von fast fünf Milliarden Euro und eine Halbierung des Börsenwertes zu verantworten. Bouton hatte wegen des Skandals die operative Leitung der Bank abgeben müssen und ist nun Aufsichtsratsvorsitzender.

Nicht bei der Versammlung dabei war Jerome Kerviel. Er hatte der Bank die Milliardenverluste mit Spekulationen auf Aktienindizes in unerlaubtem Ausmaße beigebracht. Der Aktienhändler wurde deswegen entlassen und soll sich vor der Justiz verantworten.

Sein Anwalt unterstreicht, Kerviel habe stets erklärt, allein gehandelt zu haben – aber mit vollem Wissen seiner Vorgesetzten. Es sei daher seltsam, dass die Bank das Verhalten der Vorgesetzten mit Inkompetenz erkläre, Kerviel aber zum Kriminellen abstempeln wolle.

Als Konsequenz aus dem Skandal sollen weitere Manager ihren Hut nehmen. Allerdings müssen sie kein Strafverfahren fürchten. Nur Kerviels Assistent könnte noch ins Visier der Justiz geraten.

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