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Zorn über Spritpreise schwappt auf britische Straßen

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Zorn über Spritpreise schwappt auf britische Straßen

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Der Zorn über gestiegene Spritpreise ist auf die Straße geschwappt. Nach Frankreichs Fischern protestieren nun auch britische Brummi-Fahrer gegen den teuren Diesel. In England und Wales legten hunderte LKW den Verkehr teilweise lahm.

Dass die Regierung auch noch die Spritsteuer erhöhen will, ist für die Spediteure ein “Highway Robbery”, wie ein Transparent suggeriert, ein Raub auf der Fernstraße: “Ich hatte drei LKW, aber im Januar musste ich sie vekaufen, wegen der Kosten”, klagt ein Fahrer. “Ich hatte drei sehr gute Fahrer, und es tat mir sehr weh, sie zu entlassen, aber ich musste es tun, sonst hätte ich Bankrott gemacht.”

Großbritannien erhebt in Europa bereits die höhsten Treibstoff-Steuern, rund zwei Drittel des Preises gehen an den Staat. Innerhalb eines Jahres kletterte der Preis für einen Liter Diesel um rund 30 Prozent auf umgerechnet über 1,50 Euro. Ähnlich wie in Deutschland, wo vergangene Woche Diesel und Super erstmals gleich viel kosteten.

Die Spediteure fordern einen Nachlass von rund 30 Cent pro Liter Sprit für Vielfahrer. In London übergaben sie eine entsprechende Petition für Premierminister Gordon Brown. Die Fahrer fürchten auch die Billig-Konkurrenz aus dem Ausland. Hunderte LKW blockierten die Straßen der Hauptstadt.