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Ex-Airbus-Chef Forgeard in Polizeigewahrsam wegen Insidergeschäfte verhört


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Ex-Airbus-Chef Forgeard in Polizeigewahrsam wegen Insidergeschäfte verhört

Die Führung von EADS kommt in Bedrängnis: Der frühere Chef der Konzerntochter Airbus, Noel Forgeard, ist von französischen Ermittlern für ein verschärftes Verhör in Gewahrsam genommen worden. Er steht im Verdacht, in unerlaubte Insidergeschäfte mit EADS-Aktien verwickelt zu sein. Ein Verfahren gegen ihn gibt es bislang nicht.

Forgeard selbst bestreitet die Vorwürfe, die ganz konkret im vergangenen Oktober ans Licht kamen.
Demnach verkaufte der Top-Manager am 15. März 2006 rund 162.000 EADS-Aktien. Zwei Tage später taten es ihm seine Söhne gleich. Am 13. Juni wurden die massiven Produktionsprobleme beim Airbus A380 bekannt, am Tag darauf brach der EADS-Aktienkurs um bis zu 40 Prozent ein.

Nach Informationen der Pariser Börsenaufsicht AMF brachte Forgeard auf diese Weise 2,5 Millionen Euro ins Trockene, seine Kinder 4,2 Millionen. Die Behörde hat den Verdacht, das dies mit Wissen um die Probleme bei Airbus geschah, die Öffentlichkeit aber erst drei Monate später informiert wurde.

Genug Zeit für insgesamt 17 Manager, ihre Aktien abzustoßen. Die Großaktionäre Daimler und Lagardère hätten ihren Wissensvorsprung ebenfalls genutzt, um Anteile zu veräußern. Die Stimmrechte hätten sie aber vorerst behalten, bemerkt die AMF.

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