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Höchststrafe für Serienmörder Michel Fourniret erwartet

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Höchststrafe für Serienmörder Michel Fourniret erwartet

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Im Prozess gegen den so genannten “Jungfrauenmörder” Michel Fourniret im nordfranzösischen Charleville-Mézières wird heute das Urteil erwartet. Fourniret muss mit der härtesten Strafe rechnen, die im französischen Gesetz vorgesehen ist: lebenslänglich mit einer Mindesthaftdauer von 30 Jahren. Offen ist, ob auch Fournirets Frau Monique Olivier zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wird. Fourniret selbst verzichtete schon einen Tag vor der Urteilsverkündung auf eine Berufung. “Er sieht sich als nicht verteidigbar”, erklärte sein Anwalt Pierre Blocquaux. “Er will kein Pardon, weil seine Taten unverzeihlich seien, und in seinem Namen um Nachsicht zu bitten, wäre unziemlich.”

Fourniret verfolgt eine eigene Logik: Reue zeigte er nie, und auf die Frage, ob er die Angehörigen der Opfer um Verzeihung bitten wolle, sagte er, dies sei bei solch unentschuldbaren Taten unmöglich. Für die Mutter seines ersten Opfers, Marie-Jeanne Laville, waren die Prozesstage hart – aber, so meint sie, das Verfahren sei vorbei, die Würfel seien gefallen. Fourniret hatte gestanden, zwischen 1987 und 1991 sieben junge Frauen entführt, vergewaltigt und ermordet zu haben. Er selbst bezeichnete die Morde als “bedauerliche Folge seiner Suche nach Reinheit”.