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Indonesien erklärt Austritt aus der OPEC

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Indonesien erklärt Austritt aus der OPEC

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Indonesien hat seinen Austritt aus der OPEC angekündigt. Damit reagierte das einzige südostasiatische Mitglied des Kartells auf die geänderten energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Das Land verzeichne seit Jahren einen Rückgang der Förderung und müsse zunehmend Rohöl importieren, sagte Energieminister Purnomo Yusgiantoro in Jakarta. Die Interessen Indonesiens hätten sich dadurch verschoben. Es sei heute praktisch ein Verbrauchsland und keine Exportnation, ein Verbleib in der OPEC habe daher keinen Sinn mehr.

Die OPEC hatte erst vor wenigen Monaten zwei neue Mitglieder bekommen, Angola und Ecuador.
Durch den Austritt spart Indonesien künftig etwa zwei Millionen Euro an jährlichem Beitrag.

Das Kartell deckt rund 40 Prozent der weltweiten Rohölnachfrage, insgesamt fördert es 31 Millionen Barrel pro Tag. Davon entfallen 880.000 Barrel auf Indonesien. Die Einnahmen der OPEC beliefen sich 2007 auf 435 Milliarden Euro.
Indonesien dagegen musste einen Verlust von 2,6 Milliarden Euro hinnehmen – Folge der Ölpreisexplosion, mit der das Land immer schlechter zurecht kommt.

Da die Subventionen im Energiebereich überhand nahmen, erhöhte die Regierung Ende vergangener Woche die Treibstoffpreise um 30 Prozent. Seitdem steigt die Zahl der Demonstrationen.