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Korruptionsvorwürfe gegen Olmert

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Korruptionsvorwürfe gegen Olmert

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Korruptionsvorwürfe bringen den israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert in Bedrängnis. Der amerikanische Geschäftsmann Morris Mosche Talansky sagte vor einem Gericht in Jerusalem, er habe Bargeldzahlungen in Höhe von 150.000 Dollar an Olmert geleistet. Eine Gegenleistung habe er jedoch nie erwartet. Die Affäre bedroht Olmerts Karriere und die geplanten Friedensverhandlungen mit den Palästinensern und mit Syrien.
“Schlussfolgerungen gibt es noch keine”, sagte Staatsanwalt Moshe Lador. “Erst ein Kreuzverhör über die Aussage des Zeugen bringt das Verfahren weiter.”

Eine Anklage gegen Olmert liegt noch nicht vor. Der Regierungschef selbst hat alle Korruptionsvorwürfe zurückgewiesen und erklärt, er habe mit den Spendengeldern rückwirkend Schulden von vier Wahlkämpfen beglichen. Israelische Medien berichteten, eine Gruppe rechtsorientierter amerikanischer Rabbiner habe den Zeugen Talansky dazu gedrängt, gegen Olmert auszusagen.