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Proteste gegen hohe Treibstoffpreise dehnen sich über ganz Südeuropa aus

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Proteste gegen hohe Treibstoffpreise dehnen sich über ganz Südeuropa aus

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Neben den Franzosen haben auch Fischer in Spanien die Häfen blockiert, die Portugiesen kündigten für Freitag den unbefristeten Ausstand an. In etlichen Häfen herrschte Stillstand. Am Freitag wollen die Fischereiverbände Spaniens, Frankreichs und Italiens in Madrid über weitere Manöver beraten, um ihre Forderungen beim Treffen der EU-Fischereiminister im Juni durchzusetzen.

Guy Vernaeve vom Dachverband der Fischereiorganisationen Europeche rechtfertigt den Protest: “Der Fischer verkauft seinen Fisch bei einer Auktion, da kann er den Spritpreis nicht auf den Fischpreis umlegen. Denn das ist ein Markt unter Auktionsbedingungen, eine Versteigerung. Und die Preise sinken. Das ist eine Einschränkung für die Fischer. Im übrigen kann man oft eine Differenz von eins zu zehn zwischen dem Erst-Verkaufspreis und dem Preis im Supermarkt feststellen.”

Auch Lastwagenfahrer und Bauern gehen auf die Barrikaden: In Bulgarien bildeten Lkw- und Busfahrer an der Einfahrt nach Sofia eine Schlange, in Frankreich schlossen sich die Bauern den Fischern an und blockierten beispielsweise im Süden ein Treibstoff-Depot. Der Vorschlag des französischen Präsidenten für eine Deckelung der Spritsteuern stieß jedoch bei der EU-Komission auf Widerstand.