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Ermittlungsverfahren gegen ex-EADS-Ko-Chef Forgeard

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Ermittlungsverfahren gegen ex-EADS-Ko-Chef Forgeard

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Der wegen möglicher Insidergeschäfte verdächtigte ehemalige EADS-Ko-Chef Noël Forgeard ist wieder frei – aber: gegen eine Kautionszahlung von einer Million Euro. Dennoch wird es für ihn jetzt ernst, denn die französische Justiz hat offiziell ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die französische Presse hatte berichtet, dass auch andere Vorstandsmitglieder Konzern-Aktien verkauft hatten, nur kurz bevor ihr Kurs um ein Viertel einbrach.

Frederik Canoy, der Anwalt der Kleinanleger, erklärt, das Ermittlungsverfaheren gegen Forgeard sei zwar ein Erfolg für seine Klienten – für die französische Industrie aber, seien die Praktiken ihrer Führer eine Niederlage. Die Kleinanleger hatte das Verfahren ins Rollen gebracht, als sie bei der Pariser Börsenaufsicht Klage wegen Insidergeschäften eingereicht hatten.

Ihr Argument: Forgeard und seine Kollegen müssen von den Lieferverzögerungen beim Tochterkonzern Airbus gewusst haben, als sie ihre Aktion des Mutterkonzerns verkauften – schließlich leiteten sie genau diesen.

Die Pariser Börsenaufsicht hat in der Affäre unter anderem auch den jetzigen Airbus-Chef Thomas Enders im Visier. Auch die Großaktionäre Daimler und Lagardère hatten damals Kasse gemacht.