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Frankreich will während Ratspräsidentschaft EU-Russland-Beziehungen vorantreiben

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Frankreich will während Ratspräsidentschaft EU-Russland-Beziehungen vorantreiben

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Frankreich will sich um engere Beziehungen Russlands zur EU bemühen. Beim ersten Westeuropa-Besuch Wladimir Putins als russischer Regierungschef sagte der französiche Premierminister Francois Fillon, Paris wolle das geplante Partnerschaftsabkommen während seiner sechsmonatigen EU-Präsidentschaft unter Dach und Fach bringen. Der französische Ratsvorsitz beginnt im Juli.

Thema der Pariser Gespräche waren auch die Menschenrechte. Die Bedenken gegenüber Russland seien überzogen, sagte Putin. Sie dienten als Machtmittel, um Ziele zu erreichen, die mit Menschenrechten nichts zu tun hätten. Warum schaue man nicht auf die Haftbedingungen in französischen Gefängnissen?

Fillon reagierte zurückhaltend. Frankreich erteile keine Lehren, beide Länder stünden nicht am selben Punkt und hätten eine unterschiedlcihe Geschichte. Jeder gehe die Dinge auf seine Weise an. Wichtig sei die Dynamik des Fortschritts, in der man sich befinde.

Anschließend traf Putin mit Präsident Nicolas Sarkozy zusammen. Beim Abendessen im Elysee-Palast sollten auch strittige Themen wie die geplante NATO-Erweiterung besprochen werden. Putin warb zudem erneut für die Abschaffung der Visumspflicht für russiche Bürger in der EU.