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Giftiger Flussfisch: Französiche Ärzte weisen hohe PCB-Konzentration nach


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Giftiger Flussfisch: Französiche Ärzte weisen hohe PCB-Konzentration nach

Franzosen, die Fisch aus Flüssen essen, leben gefährlich. Einer Studie zufolge nehmen sie vier bis fünf mal so viele Polychlorierte Biphenyle zu sich wie andere Menschen. Die krebserregenden PCB sind weltweit verboten.

Der Ärzteverband ASEP hat Blutproben von 52 Probanden untersucht. “PCB sind giftig”, so Doktor Patrice Halimi, “sie können mehrere Erkrankungen auslösen: Zum ersten Krebs. Zum zweiten neurologische Störungen bei Kindern. Und drittens Fruchtbarkeitsstörungen; PCB können unfruchtbar machen.”

Bei Menschen, die nur in der Nähe von Flüssen leben, wurde ein PCB-Wert von rund 30 Pikogramm nachgewiesen – diese Höhe gilt als Grenzwert. Wer mindestens einmal pro Woche dort gefangenen Fisch aß, hatte im Schnitt einen zweieinhalb mal so hohen Wert.

PCB sind in Frankreich seit mehr als 20 Jahren verboten. Die Chlorverbindungen wurden bis in die 80-er Jahre unter anderem in Transformatoren und als Weichmacher eingesetzt. Die Behörden kündigten eine nationale Studie an. Wegen der PCB-Konzentration war bereits im vergangenen Jahr das Fischen in der Rhone untersagt worden.

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