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Artenschutzkonferenz will mehr Schutzgebiete

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Artenschutzkonferenz will mehr Schutzgebiete

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Sowohl in den Tropenwäldern als auch in den Meeren sollen die geschützten Gebiete ausgeweitet werden. Das ergab die UNO-Konferenz zum Artenschutz in Bonn. Die umstrittene Idee, die Meere zu düngen, wurde dagegen auf Eis gelegt. Durch die Düngung sollten mehr Algen wachsen; die wiederum sollten Kohlendioxid aufnehmen – weitere Auswirkungen sind aber unklar.

Der Gastgeber, Deutschlands Umweltminister Sigmar Gabriel, äußerte sich vorsichtig: “Es gibt noch sehr, sehr viel zu tun. Aber ich glaube, man kann sagen: Die Debatte über biologische Vielfalt, über Naturschutz und Artenschutz ist zurück auf der Tagesordnung der internationalen Politik – und das war das Wichtigste, was wir erreichen wollten.”

Über fast alles Konkrete muss nun allerdings in Folgetreffen in den nächsten Jahren verhandelt werden – wie über Größe und Lage neuer Schutzgebiete.

Umweltschützer kritisierten daher auch in Bonn, dass der Schutz der Artenvielfalt zu langsam vorangehe. Ihrer Meinung nach ist menschliches Handeln für das größte Artensterben seit dem Verschwinden der Dinosaurier verantwortlich. Alle zwanzig Minuten gebe es eine Tier- oder Pflanzenart
weniger.