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Europas Fischer weiten Proteste aus

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Europas Fischer weiten Proteste aus

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Die europäischen Fischer weiten ihre Proteste gegen hohe Treibstoffpreise aus. Auch in Italien beteiligen sich daran inzwischen mehrere tausend Fischer; wie ihre Kollegen in anderen Ländern verlangen sie Unterstützung von den Regierungen und der EU.

“Wenn nicht bald was geschieht, gibt es offenen Krieg”, droht einer von ihnen; “wir haben es satt, achtzig Stunden pro Woche zu arbeiten und dabei keinen Pfennig zu verdienen.”

In Spanien bleibt fast die ganze Fischereiflotte in den Häfen – bei weitem die größte in Europa. “Wir können bald nicht mehr existieren”, sagt einer hier;
“ein Leben lang arbeiten wir in diesem Beruf, und nun verschwindet das. Meine Kinder werden das wohl nicht mehr machen – es wäre schön, aber ich glaube da nicht mehr dran.”

In der Hauptstadt Madrid, vor dem Fischereiministerium, versammeln sich Tausende zu einer Kundgebung. Ihren Fisch verschenken sie dort, da sie auch am Verkauf kaum noch verdienen. Seit Jahresbeginn ist Schiffsdiesel in Spanien um ein Drittel teurer geworden.

Auch in Frankreich gehen die Proteste weiter; und in Portugal, wo besonders viel Fisch gegessen wird, laufen ebenfalls keine Boote mehr aus. Dabei ist schon alles geschmückt, das große Santo-Antonio-Fest steht bevor; gegessen werden dann jede Menge Sardinen.

Wird es genug davon geben? Die Fischverkäuferin weiß nicht so richtig: “Wenn die Fischer nicht ausfahren; und wenn die spanischen Fischer auch noch streiken…”

Ein Ende der Proteste ist nicht in Sicht.