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Hohe Inflation im Euroraum

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Hohe Inflation im Euroraum

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Steigende Energie- und Nahrungsmittelpreise haben die Inflation im Euroraum weiter in die Höhe getrieben. Im Mai lag die Teurungsrate 3,6 Prozent – der zweithöchste Wert seit Einführung der Gemeinschaftswährung. Angesicht der hohen Werte auch in den Vormonaten, rückt das von der Europäischen Zentralbank vorgegebene Ziel, die Inflation unter jährlich zwei Prozent zu halten, in weite Ferne. Belgien meldete sogar die höchste Inflationsrate seit 23 Jahren, Spanien den höchsten Wert seit zehn Jahren.

In Belgien sorgen sich viele Menschen zunehmend um die Kaufkraft. Eine Belgierin sagt: “Die Gehälter steigen überhaupt nicht, aber alle Preise sind um das Doppelte gestiegen, manchmal sogar um das drei- vierfache … Das Fleisch ist teurer geworden, die Nudeln, das Brot – eigentlich alle Grundnahrungsmittel, die man für eine Familie braucht. Alle machen sich Sorgen!”

Die Augen vieler Verbraucher richten sich auf die Europäische Zentralbank. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet und Bundesbankchef Axel Weber äußerten sich besorgt. Ökonomen halten im Sommer sogar Inflationsraten von vier Prozent für möglich. Eine Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank würde dann noch unwahrscheinlicher.