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US-Vorwahlen vor dem Abschluss

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US-Vorwahlen vor dem Abschluss

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In zwei Tagen sind die Vorwahlen in den USA Geschichte: Dann haben die Anhänger der Demokratischen Partei in allen Bundesstaaten darüber abgestimmt, wer für sie zur Präsidentenwahl antreten soll.

Klarheit herrscht damit aber noch lange nicht: auch wenn nun das zuständige Parteigremium eine Streitfrage entschieden hat. Es ging um die Vorwahlen in Florida und Michigan, die von der Parteispitze annulliert wurden – Grund war ein Streit um den Wahltermin.

Hillary Clinton wollte nun aber, dass die – für sie günstigen – Ergebnisse zählen: Auch wenn wegen der Annullierung weder sie noch Barack Obama dort offiziell antraten; in Michigan stand Obamas Name gar nicht auf dem Stimmzettel. Der Ausschuss befand nun: Die Stimmen aus den beiden Staaten zählen für den Wahlparteitag Ende August – aber nur zur Hälfte.

Schlecht für Clinton, ihre Anhänger draußen sind sauer: Sie habe doch insgesamt schon mehr Wählerstimmen gesammelt als Obama, sagt eine Frau hier; wenn das nicht zähle, wozu gebe es denn dann Vorwahlen?

Auch in Puerto Rico wird Hillary Clinton nicht weit vorankommen: Sie wird hier wohl gewinnen; aber das Gebiet ist kein Bundesstaat; an der Präsidentenwahl nehmen die Puertorikaner nicht teil. Die Vorwahl hier gilt allerdings als wichtiger Test für die Stimmung unter den Latinos.

Barack Obama, ihr Gegner im Vorwahlkampf, sorgt hier auch noch für eine Neuigkeit: Er tritt aus der Kirche in Chicago aus, deren Mitglied er zwanzig Jahre lang war. Sein früherer Pfarrer dort, lange auch ein väterlicher Freund, hatte ihn durch umstrittene Äußerungen in große Schwierigkeiten gebracht.

Seine Familie werde sicher eine neue Kirche finden, sagt Obama nun; in der sie sich wohlfühle und in der sie ihre Anliegen und Werte wiederfinde.

Auf Puerto Rico folgen am Dienstag noch die letzten beiden Vorwahlen in Montana und Süddakota, beides Staaten mit nur wenigen Einwohnern. Hier führt in den Umfragen Obama, der nach wie vor auch einen deutlichen Vorsprung an Stimmen für den Wahlparteitag hat. Daran hat auch die Entscheidung in punkto Florida und Michigan kaum etwas geändert.