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Die Welt hat Hunger - was tun?

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Die Welt hat Hunger - was tun?

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Diese Krise betrifft uns alle.
Fachleute haben ausgerechnet, dass wir im Jahr 2050 neun Millarden Erdenbürger sein werden – um die alle satt zu machen, müsste die Produktion von Nahrungsmitteln verdoppelt werden. Aber schon jetzt reicht es augenscheinlich nicht mehr für alle. Die Experten von FAO und OECD verweisen auf die Liberalisierung der Märkte, auf veränderte Ernährungsgewohnheiten in Schwellenländern, die die Nachfrage steigen lassen.

Das lässt sich am durchschnittlichen Kalorienverbrauch pro Kopf in Ländern wie Indien und China ablesen. Der ist in 30 Jahren sichtbar gestiegen, von 2.150 kcl 1970 auf 2800 kcl 200. Ebenso gestiegen ist der Anteil der Menschen dort, die regelmäßig Fleisch auf dem Teller haben, von 5 auf 12 Prozent.

Bei den Ursachen der gegenwärtig erhöhten Nachfrage spielen Naturkatastrophen eine wichtige Rolle. Zwar wird für 2008 eine sehr gute Getreideernte erwartet – aber nur, wenn das Wetter weiter mitspielt.

Und dann sind da die von Umweltschützern so gepriesen Bio-Kraftstoffe. Die verschlingen
20 bis 50 Prozent des weltweiten Raps- und Maisanbaus und belegen schätzungsweise ein Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfäche.

Nahrungsmittel-Produktion hat natürlich direkt mit Energiepreisen zu tun. Das beginnt beim Ackerbau und wird so richtig teuer, wenn Produkte – möglichst auch noch gekühlt – rund um den Erdball transportiert werden.
Eine Folge davon: Bauern in Entwicklungsländern werden durch Billigimporte aus dem reichen Teil der Welt zu Tode konkurriert. Die Schwächsten bleiben auf der Strecke

Während die Armen bis zu 75 Prozent ihres Einkommens für Essen ausgeben müssen sind es bei den Reichen nur 15 Prozent.

Josette Sheeran vom Welternährungprogramm der Vereinten Nationen verweist auf die nahezu überall steigenden Nahrungsmittelpreise, mit dem Unterschied, dass die reichen Länder belastbarer sind. “Wir können ein-, zwiemal die Woche auf Nachtisch oder Fleisch verzichten”, sagt sie.
“Menschen, die von einem Dollar pro Tag leben haben keinen Spielraum…..
immer mehr lassen wichtige Teile der Ernährung weg , manche haben nur eine Mahlzeit pro Tag.”

Und was kann man nun besser machen?
Einige Hilfsorganisationen bringen es auf den ganz einfachen Nenner:
“Gebt den Leuten nicht den Fisch – gebt ihnen die Angel!”