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EU zeigt sich nach Gewaltausbruch bei Parlamentswahlen in Mazedonien beunruhigt

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EU zeigt sich nach Gewaltausbruch bei Parlamentswahlen in Mazedonien beunruhigt

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Freudenfeiern bei den Anhängern des mazedonischen Regierungschefs Nikola Gruevski: Sein nationalkonservatives Parteienbündnis “Für ein besseres Mazedonien” hat die Parlamentswahlen klar gewonnen. Nach Angaben der staatlichen Wahlkommission kam die Koalition auf rund 48 Prozent und liegt damit vor dem sozialdemokratischen Bündnis. Gruevski selbst erklärte sich zum Wahlsieger und versprach eine weitere Annäherung an EU und NATO. Allerdings zeigte sich gerade die EU besorgt über die Gewaltausbrüche in mehreren Wahllokalen. Gruevski erklärte, er bedauere die Vorfälle zutiefst und fühle mit den Familien der Opfer. Er hoffe auch, dass es in den nächsten Wochen nicht erneut zu Ausschreitungen komme. Mazedonien müsse zeigen, dass es mit dem Problem fertig werde.

Die Ausschreitungen forderten ein Todesopfer: In dem von Albanern bewohnten Dorf Aracinovo wurde ein Mann erschossen. Dutzende Menschen erlitten bei den Schießereien zwischen Anhängern der beiden Albanerparteien Verletzungen. In rund 20 Wahllokalen musste die Abstimmung abgebrochen werden. Die albanischen Parteien kamen bei der Wahl nur auf 10 beziehungsweise elf Prozent.