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Regierungslager gewinnt Wahl in Mazedonien

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Regierungslager gewinnt Wahl in Mazedonien

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Nikola Grujewski wird in Mazedonien weiterregieren können: Sein konservatives Bündnis “Für ein besseres Mazedonien” hat nach den bisherigen Ergebnissen die vorgezogene Parlamentswahl gewonnen. Möglicherweise bekommt das Bündnis im 120-sitzigen Parlament sogar die absolute Mehrheit. Das oppositionelle sozialdemokratische Bündnis kam auf etwa die Hälfte der Stimmen.

Grujewski versprach eine weitere Annäherung an die EU und NATO. Er bedauerte aber auch die Ausschreitungen, die den Wahltag überschattet hatten.

Diese Ausschreitungen konzentrierten sich auf die Gebiete der albanischen Minderheit, vor allem in und um Tetovo im Nordwesten; die Albaner machen ein Viertel der Bevölkerung aus. Dabei wurde ein Mann erschossen. Mehrere weitere Menschen wurden bei Schießereien verletzt.

Trotzdem feiern die Grujewski-Anhänger in der Hauptstadt Skopje das überzeugende Abschneiden: “Mit dem Sieg bin ich zufrieden”, sagt einer von ihnen hier, “aber nicht mit der Gewalt.”

In rund zwanzig Wahllokalen musste die Abstimmung abgebrochen werden – zum Teil wegen der Schießereien, zum Teil wegen Unregelmäßigkeiten. Um die Stimmen der Albaner konkurrieren zwei verfeindete Parteien. Beide kamen auf etwa zehn Prozent; eine, die DPA, wird wie bisher an der Regierung beteiligt sein.