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Die Europäische Agentur für chemische Stoffe ECHA hat ihre Arbeit aufgenommen

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Die Europäische Agentur für chemische Stoffe ECHA hat ihre Arbeit aufgenommen

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Die Agentur, mit Sitz in Helsinki, ist für die Abwicklung der in der REACH-Verordnung vorgesehenen Verfahren verantwortlich. Also Verfahren der Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe. 30.000 bereits vorhandene Stoffen können vorregistriert und neue Stofffe müssen registriert werden. Laura Degallaic von Europas Verbraucherschutzorganistion BEUC sagt: “ Die Verbraucher haben nun das Recht die Agentur anzurufen, wenn sie wissen wollen, welche Substanzen besonders gefährlich sind und welche Auswirkungen sie haben. Zum Beispiel bei Spielzeugen, aber auch bei Lacken und Farben, Türen. Die Verbraucher sollten von ihrem Recht Gebrauch machen.”

Metalle, Säuren, Lösungsmittel. 30.000 Produkte sind auf dem Markt und müssen bis zum
1.Dezember vorregistriert sein, um ohne Unterbrechung weiter produziert zu werden.
Ärger herrscht darüber beim europäischen Verband der chemischen Industrie. Erwin Annys sagt:
“ Die Agentur hat uns versprochen, daß wir mehrere Substanzen gleichzeitig vorregistrieren können. Aber das klappt nicht. Wir müssen eine Substanz nach der anderen registrieren lassen. Das ist in den vorgegebenen Zeitrahmen von sechs Monaten gar nicht zu schaffen.”

Insgesamt werden bis zu 180.000 Anträge auf Vorregistrierung der chemischen Stoffe erwartet. Viel Arbeit für die Agentur in den kommenden sechs Monaten.