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Für Obama beginnt nach dem Vorwahlsieg der eigentliche Wahlkampf

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Für Obama beginnt nach dem Vorwahlsieg der eigentliche Wahlkampf

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Nach einem langen und harte Vorwahlkampf könnte Barack Obama sich nun in Ruhe auf den Nominierungsparteitag der demokratischen Partei im August vorbereiten – wäre da nicht einerseits der Wahlkampf gegen den Republikaner John McCain, und andererseits die Sorge um seine tief gespaltenen Partei. Vor seinen Unterstützern aber gab es sich siegesgewiss: “Durch eure Unterstützung kann ich jetzt hier stehen, und euch versichern, dass ich der demokratische Kandidat für das Amt der Präsidenten der Vereinigten Staaten sein werde!”

Kaum stand der Vorwahl-Sieg fest, gab er sich auch schon staatsmännisch, und kündigte auf einer Konferenz der amerikanischen pro-Israel-Lobby (AIPAC) in Washington für den Fall seiner Wahl einen harten Kurs gegen den Iran an: “Ich werde alles in meiner Macht stehende tun, um den Iran daran zu hindern, in den Besitz von Atomwaffen zu gelangen!” Vor den 7000 AIPAC-Delegierten erklärte Obama, er sei ein Freund Israels: “Die Bande zwischen Israel und den Vereinigten Staaten sind unzertrennlich – heute, morgen und für
immer.” Israels Sicherheit sei oberstes Ziel. Jedoch unterstrich Obama auch die Notwendigkeit einer Zwei-Staaten-Lösung.

Seine Rivalin Hillary Clinton erkannte ihre Niederlage nicht ausdrücklich an; in ihrer Rede ließ sie aber durchscheinen, dass sie den Sieg ihres Rivalen zur Kenntnis nimmt: “Es war eine Ehre diese Vorwahlen mit ihm auszutragen! – so wie es auch eine Ehre ist, ihn meinen Freund zu nennen. Heute möchte ich, dass wir alle anerkennen, was er und seine Unterstützer geleistet haben!” Die Presse spekuliert, ob Hillary Clinton nun für das Amt der Vizepräsidentin antreten wird. Auf den Titelseiten aber war nur Platz für den Sieger der demokratischen Vorwahlen: Obama.