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Kein Pardon für Zwangsprostitution: Frauenrechtlerinnen schlagen vor der Fußball-EM Alarm

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Kein Pardon für Zwangsprostitution: Frauenrechtlerinnen schlagen vor der Fußball-EM Alarm

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Die Europameisterschaft kommt ihnen gerade recht: Wie schon zur WM in Deutschland vor zwei Jahren nutzen die Frauenrechtlerinnen das Großereignis, um gegen Zwangsprostitution mobil zu machen – am Rande der Spiele wie ganz generell.

Kurz vorm Anpfiff in Österreich und der Schweiz fragte der Frauenrechts-Ausschuss des Europa-Parlaments bei der EU-Kommission an, wie es mit der Umsetzung des Aktionsplans von 2005 gegen sexuelle Ausbeutung und Menschenhandel stehe.

Auch wenn sich die Sorgen in Deutschland vor zwei Jahren als unberechtigt erwiesen, sind die Ausschussmitglieder im Vorfeld der EM dennoch alamiert: Den Anstoß hätten deutsche NGOs gegeben – sie hätten signalisiert, dass es bereits organisierte Transporte gebe, um die jungen Frauen eigens für dieses Ereignis in die Schweiz und nach Österreich zu bringen, erklärte die Europa-Abgeordnete Anna Zaborska.

Zur WM in Deutschland hatte das Parlament die Kampagne “Rote Karte für Zwangsprostitution” gestartet. Doch abgesehen von fünf Fällen, die offiziell in Verbindung mit der Meisterschaft gebracht wurden, blieben die Sex-Sklavinnen und ihre Freier aus. Und es gab auch keinen Ansturm auf legale Bordelle. Das lag den Ermittlern zufolge an der Polizeipräsenz, den Aufklärungskampagnen, der eher familiären Stimmung – und sicher auch am guten Fußball…