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Obama Kandidat - und wie weiter?

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Obama Kandidat - und wie weiter?

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Wird diese Familie als nächste ins Weiße Haus einziehen? Werden erstmals in dessen Geschichte farbige Präsidentenkinder durch die Gänge tollen?

Auf den Tag genau 5 Monate nach der ersten Vorwahl hat Barack Obama etwas geschafft, was man nur “historisch” nennen kann. Historiker Allan Lichtman nennt ihn ein “politisches Phänomen”, einen Kandidaten, der gleich mehrfach den Durchbruch schaffte. Als junger Senator mit begrenzter Erfahrung in nationaler Politik sei er nicht nur der erste Afro-Amerikaner, der für die Präsidentenwahl eine große Partei hinter sich bringe – er sei überhaupt der erste Afro-Amerikaner, der von einer großen Partei unterstützt werde.

Einige Erklärungen dafür findet man auf seiner Web-site. Ganz wichtig: er war – anders als Rivalin Hillary Clinton – von Anfang an gegen den Irakkrieg. Vor allem aber hat er mit seinem Schlagwort vom Wandel, den man erreichen könne, Massen mobilisiert.

Ein anderer Historiker , Stephen Hess von Brookings Instition, erinnert daran, dass vor vier Jahren Präsidentschaftsbewerber Howard Dean vorgemacht habe, wie man im Internet Spenden sammeln könne. Obama, so sagt er, habe das weiterentwickelt, habe via Internet ein Unterstützer-Netzwerk geschaffen. Und dessen Bedeutung habe Hillary Clinton lange nicht erkannt.

Der Afro-Amerikaner hat es vermieden, sich als “schwarzer Bewerber” zu präsentieren.
Das macht ihn wählbar für liberale Weiße. Dafür muss er sich von Äußerungen seines Hausgeistlichen Pastor Wright distanzieren

Der Historiker Allan Lichtman erinnert an die Gerüchte, Obama sei ein Moselm, habe angebliche Verbindungen zu Radikalen. All das, so fürchtet er, dürfte im Wahlkampf wieder gegen Obama verwendet werden. Der Kandidat – und das ist er ja nun – hat die erste Schlacht gewonnen. Er sollte aber nicht darauf hoffen, dass die nächste leichter wird.