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Obama triumphiert - und Hillary Clinton gibt Kandidatur formal noch immer nicht auf

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Obama triumphiert - und Hillary Clinton gibt Kandidatur formal noch immer nicht auf

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Ein strahlender Sieger und der Präsidentschaftskandidat der Demokraten bei den Wahlen im November: Barack Obama hat nach den letzten beiden Vorwahlen in South Dakota und Montana die notwendigen Delegiertenstimmen unter Dach und Fach. In der Sportarena von St. Paul in Minnesota verkündete er seinen Sieg: “Dank Euch kann ich heute hier stehen und sagen, dass ich der demokratische Kandidat für die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten von Amerika sein werde.” Ein wahrlich historischer Moment: Nie zuvor kämpfte ein Schwarzer um den Einzug ins Weiße Haus.

Aber was ist mit Hillary Clinton? Sie gewann zwar die Vorwahlen in South Dakota, aber nicht genug Delegiertenstimmen. Statt jedoch ihre Niederlage einzugestehen, appellierte sie an ihre Anhänger, auf ihrer Webseite Vorschläge für die weitere Vorgangsweise einzureichen. “Es war ein langer Wahlkampf und ich werde heute nacht keine Entscheidungen treffen”, sagte Clinton. Beobachter halten es für möglich, dass sie nun auf das Amt des Vizepräsidenten spekuliert.

Obama jedenfalls fand lobende Worte für Clinton: “Sie hat Geschichte geschrieben, nicht nur, weil sie eine Frau ist, sondern weil sie getan hat, was keine Frau vor ihr tat, weil sie eine Anführerin ist, die Millionen Amerikaner mit ihrer Stärke, ihrem Mut und ihrem Einsatz begeistert. Ich gratuliere ihr zum Sieg in South Dakota und ich gratuliere ihr zu dem Rennen, das sie in diesem Vorwahlkampf geliefert hat.” Ende August bestimmen die Demokraten auf dem Nominierungsparteitag in Denver offiziell ihren Präsidentschaftskandidaten. Danach muss Obama zeigen, dass seine Botschaft vom Wandel die Amerikaner auch im Präsidentschaftswahlkampf begeistern kann.