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Ecurie-Frühwarnsytem soll EU bei Nuklear-Störfällen frühzeitig informieren

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Ecurie-Frühwarnsytem soll EU bei Nuklear-Störfällen frühzeitig informieren

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Die Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl 1986 war der Auslöser, in dessen Folge ein europa-weites Atom-Alarm-System eingeführt wurde. Damals sickerten etliche Informationen nur langsam durch. Viele Franzosen glaubten gar, die radioaktive Wolke könne nicht über ihre Grenze kommen.

Zur besseren Information beschloss die damalige Europäische Gemeinschaft ein Jahr nach Tschernobyl den Aufbau eines Frühwarnsystems:
“Das Ecurie-System wurde 1987 eingeführt, um den Mitgliedsstaaten bei Atom-Zwischenfällen Informationen zu verschaffen. Das System wird freiwillig von den Staaten genutzt, sofern es sich nicht um Fälle handelt, bei denen sie umfangreiche Maßnahmen ergreifen müssen, um die breite Öffentlichkeit bei einem Notfall zu schützen. In diesem Fall ist es ihre Pflicht, die Informationen weiterzugeben”, erklärt ein Kommissionssprecher.

21 Jahre nach der Gründung des Ecurie-Systems ist nun eine solche Störfall-Meldung erstmals auch veröffentlicht worden – und hat entsprechend Wellen geschlagen. Das System bezieht sich auf sämtliche nuklearen Gefahren: Störfälle in Kernreaktoren, Entsorgungsanlagen, bei Transporten von Brennstoffen oder auf radioaktives Material für medizinische Zwecke. Ecurie bezieht auch die Schweiz und Beitrittskandidaten wie die Türkei ein.