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Entwarnung nach Störfall im Atomkraftwerk Krsko

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Entwarnung nach Störfall im Atomkraftwerk Krsko

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Nach dem EU-weiten Alarm wegen eines Zwischenfalls im slowenischen Atomkraftwerk Krsko haben die Behörden Entwarnung gegeben. Man gehe davon aus, dass durch das Leck im Kühlkreislauf keine Radioaktivität ausgetreten sei, hieß es. Das Kraftwerk wurde aus Sicherheitsgründen heruntergefahren; der Schaden soll in einigen Tagen behoben sein. Auch Umweltschützer zeigen sich beruhigt. Daniel Meijers von der österreichischen Organisation Global 2000 sagte, man habe die Situation geprüft: “Wir waren dort, wo das Wasser austrat und wir fanden keine radioaktiven Werte, die höher gewesen wären als normal. Das ist sehr gut.”

In Krsko gab es in der Vergangenheit immer wieder Störfälle, zuletzt im August 2004, als sich der Reaktor wegen eines Defekts im elektrischen Kontrollsystem automatisch abschaltete. Der slowenische Umweltminister Janez Podobnik fand beim Treffen seiner EU-Amtskollegen in Brüssel dennoch beschwichtigende Worte: “Es war kein Unfall, nur ein kleines Leck. Die Lage ist vollkommen unter Kontrolle, es gibt keine Auswirkungen auf die Umwelt oder die Menschen.”

Trotz solcher Störfälle ist der Atomstrom in der EU offenbar wieder auf dem Vormarsch. Großbritannien will mehrere neue Meiler in Betrieb nehmen, Frankreich und Finnland planen den Ausbau der Atomkraft und auch Italien erwägt den Bau neuer Atomkraftwerke.