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TeliaSonera lehnt France Télécom Übernahmeangebot ab

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TeliaSonera lehnt France Télécom Übernahmeangebot ab

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Der skandinavischen Telekomkonzern TeliaSonera hat eine Übernahme-Offerte von France Télécom abgelehnt. Der französische Gigant will seinen Konkurenten für fast 30 Milliarden Euro schlucken und damit zum viertgrößten Telefon-Dienstleister der Welt werden. Die Nordländer lehnte aber ab: Die Offerte bewerte TeliaSonera substantiell zu tief, teilte das Unternehmen mit. Der Verwaltungsrat habe einstimmig entschieden, das Angebot von France Télécom nicht zu unterstützen. Derzeit liegen die Franzosen auf Platz sieben. Gemeinsam hätte man 237 Millionen Kunden in 30 Ländern. Die deutlich profitableren Skandinavier würden bereits im nächsten Jahr zum Gewinn beitragen. Nach der ersten Ablehung will sich France Télécom nun zwei Wochen Zeit nehmen, um die Skandinavier umzustimmen.

Dazu aber könnte ein hoheres Angebot nötig sein erklärt der schwedische Finanzmarkt-Minister Mats Odell. Offerten seien willkommen, vor allem dort, wo der Staat seinen Anteil senken möchte. Die von FranceTelecom aber unterschätze den Wert und das Potential von TeliaSonera. Das Unternehmen entstand im Jahr 2003 durch die Fusion der schwedischen Telia und der finnischen Sonera. Bisher hält der schwedische Staat fast 40 Prozent und der finnische knapp 14 Prozent. TeliaSonera ist auch auf den grossen Wachstumsmärkten Russland und Türkei vertreten.