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Treibstoffpreise sorgen weiterhin für Aufregung: Aktionen in Großbritannien, Frankreich, Spanien

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Treibstoffpreise sorgen weiterhin für Aufregung: Aktionen in Großbritannien, Frankreich, Spanien

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Die europaweiten Proteste gegen die hohen Spritpreise dauern an. In Großbritannien haben am Donnerstag mehr als 500 Motorradfahrer bei Manchester eine Autobahn blockiert. Sie versammelten sich zur so genannten “Go-slow”-Demonstration an einer Tankstelle und bildeten einen Konvoi. Rund um Manchester kam es zu einem Verkehrschaos, auch weil die Behörden Straßensperren errichtet hatten, um die Demonstranten zu stoppen. “Das Benzin kostet uns die Arbeit”, meint ein Motorradfahrer lakonisch. “Ich hatte 12 Wochen lang einen Job in Sheffield und musste 600 Pfund für Sprit bezahlen. 50 Pfund pro Woche, das ist ein schlechter Witz.”

Auch in Frankreich setzten Lkw- und Taxifahrer ihre Protestaktionen fort. In der südfranzösischen Hafenstadt Marseilles versammelten sich Hunderte Taxifahrer zu einer Kundgebung. Sie blockierten Teile der Innenstadt, was zu kilometerlangen Staus im morgendlichen Berufsverkehr führte. Bei den Autofahrern sorgte die Aktion für Unverständnis und Verärgerung. “Sie verteidigen ihre Privilegien, gut”, seufzt ein Autofahrer, “aber sie sollten uns nicht auf die Nerven gehen.”

Und auch in der spanischen Hauptstadt Madrid gingen die Taxifahrer auf die Barrikaden. Rund 15.000 Taxis nahmen an einer “Go-slow”-Aktion teil und fuhren mit weniger als 10 Stundenkilometern eine der belebtesten Straßen der Stadt entlang.