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Anhörung von mutmaßlichen 9/11-Drahtziehern

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Anhörung von mutmaßlichen 9/11-Drahtziehern

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Mit einer Anhörung hat auf dem amerikanischen Stützpunkt Guantánamo ein Prozess gegen fünf
mutmaßliche Terroristen begonnen. Die Männer, an
ihrer Spitze Chalid Scheich Mohammed, sollen verantwortlich sein für die Anschläge auf New York und Washington vom 11. September 2001.

Der Prozess findet vor einer Militärkommission statt;
die Armee stellt auch die Verteidiger – die von den
Angeklagten aber abgelehnt werden.

Der Leitende Staatsanwalt Lawrence Morris verteidigt jedoch den Prozess vor einer solchen Kommission als offen und gerecht. Er sei vergleichbar mit anderen Verfahren vor ordentlichen Gerichten in den USA.

Menschenrechtler bezweifeln das, und nicht nur sie: Sogar die Militäranwälte kritisieren das Verfahren. Eine von ihnen, Suzanne Lachelier, sagt: “Die Amerikaner würden sich schämen, wenn sie wüssten, was hier vor sich geht – und wenn sie begreifen würden, was das langfristig für unsere, für ihre Verfassung bedeutet. Ich trage meine Uniform mit Stolz und bin stolz darauf, zur Marine zu gehören: Aber auf dieses Verfahren kann keiner unserer Soldaten stolz sein.”

Bei den Anschlägen 2001 starben knapp dreitausend
Menschen: die meisten von ihnen, als die Attentäter
zwei Flugzeuge in das New Yorker Welthandelszentrum steuerten. Die eigentliche Hauptverhandlung gegen die mutmaßlichen Drahtzieher soll im September beginnen.