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Prozess gegen mutmaßliche Kinderschänder

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Prozess gegen mutmaßliche Kinderschänder

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Im Prozess gegen zwei Franzosen, die eine Kinderschändung geplant haben sollen, fordert die Staatsanwaltschaft zehn Jahre Haft. Laut Anklage hatten die beiden Männer im Internet die Entführung, Vergewaltigung und Folter eines Mädchens vorbereitet. Ihr Vorhaben hätten sie in allen Einzelheiten beschrieben.

Child Focus, eine belgische Kinderschutzgruppe, hatte das entdeckt: Die Polizei klinkte sich daraufhin in das betreffende Internetforum ein. Die beiden, einer von ihnen ein Familienvater, traten
dort unter den Decknamen Helliot und Diablo auf.

Sie bestehen aber darauf, das alles seien nur Phantasien gewesen – nie hätten sie auch nur eine Sekunde daran gedacht, so etwas wirklich zu tun. Ihr Anwalt Philippe Lescène sagt, sie hätten das nur
erörtert; das sei nicht strafbar. Der Austausch von Ideen, auch der bösartigsten, sei keine Straftat.

Der Prozess findet im nordfranzösischen Rouen statt. Einer der beiden Männer stammte aus der Nähe der Stadt; der Anklage zufolge wollten die beiden dort, in einem verlassenen Gebäude, ihr Verbrechen ausführen.