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Welternährungsgipfel zu Ende gegangen

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Welternährungsgipfel zu Ende gegangen

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Der Welternährungsgipfel in Rom ist ohne verbindliche Entscheidungen zu Ende gegangen. In der Abschlusserklärung heißt es, die Zahl der unterernährten Menschen solle bis zum Jahr 2015 um die Hälfte gesenkt werden. Das hatten die Teilnehmerstaaten schon vor zwölf Jahren als Ziel ausgegeben. “Keine Vereinbarungen sind besser als schlechte Vereinbarungen”, sagte US-Landwirtschaftsminister Ed Schafer. “Kurzfristig ist die Hungerkrise das größte Problem. Hier wurde viel über Spenden gesprochen, über Geld das auf den Tisch gelegt wurde.”

Als weiteres Ziel beschloss die Konferenz, die negativen Folgen gestiegener Lebensmittelpreise abzufedern. Afrikanische Staaten fordern weiter mehr Engagement von den reichen Ländern. “Die Hungerkrise ist so ernsthaft, dass es für das Überleben der Menschheit verhängnisvoll sein kann, wenn dem Gipfel das gleiche Schicksal ereilt, wie seine Vorgänger”, sagte Mary Chinery-Hesse aus Ghana. “Wir hoffen, dass ausnahmsweise nicht nur gesprochen, sondern auch gehandelt wird.”

Hilfsorganisationen übten Kritik an dem Treffen. Das Ziel, Klimawandel und Agrarkraftstoffe in ihrer Auswirkung auf die Welternährung anzugehen, sei an der Uneinigkeit der Staaten gescheitert.