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Frankreich verspricht Libanon Unterstützung

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Frankreich verspricht Libanon Unterstützung

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Es ist der erste Staatsbesuch, den Libanons neuer
Präsident Michel Suleiman empfängt: Eine große
Abordnung aus Frankreich, der früheren Mandatsmacht. Der Präsident ist gekommen, mehrere Minister, aber auch die wichtigsten Vertreter der Opposition – eine Botschaft der Hoffnung und der Einigkeit an das zerrissene Land.

Suleimans Wahl war eine anderthalbjährige politische Krise vorangegangen; zuletzt hatte das Land monatelang nicht einmal mehr ein Staatsoberhaupt. Dann kam es noch zu bewaffneten
Kämpfen; erst eine Vermittlung von außen brachte zwischen den politischen Lagern eine Einigung.

Nach wie vor ist aber der Einfluss des großen Nachbarn Syrien stark: Suleimans Kollege Nicolas Sarkozy mahnt im Hinblick darauf, dass jedes Land ein Recht auf Unabhängigkeit habe. Ein so angesehener Staat wie der Libanon brauche feste Institutionen, und er müsse der Freiheit aller Libanesen dienen. Ganz Frankreich und ganz Europa wollten dem Libanon helfen, seine Ziele zu erreichen.

Frankreich will in den nächsten Tagen zwei hohe Vertreter nach Syrien schicken. Westliche Regierungen sind der Meinung, dass Syrien im Libanon die Hisbollah unterstützt, die wichtigste und noch dazu bewaffnete Oppositionsbewegung.

Sie werfen Syrien vor, die Lage im Nachbarland zu destabilisieren – zum Beispiel vor drei Jahren mit der Ermordung von Regierungschef Rafik Hariri. Frankreich verlangt als Bedingung für weitere Gespräche, dass Syrien diesen Mord endlich aufklären müsse.