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US-Demokraten auf Kurs für Präsidentenwahl

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US-Demokraten auf Kurs für Präsidentenwahl

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Für Hillary Clinton ist der lange Kampf um die Nominierung für die amerikanische Präsidentschaftswahl vorbei. Auch die letzten Vorwahlen ihrer Demokratischen Partei haben das nicht mehr ändern können: Heute will sie nun offiziell ihre Anhänger dazu aufrufen, den bisherigen
Rivalen Barack Obama zu unterstützen.

Beide haben sich getroffen, im Washingtoner Haus von Dianne Feinstein, einer Senatorenkollegin. Sie habe die beiden in ihr Wohnzimmer gesetzt, sagte sie; in zwei bequeme Sessel, und habe sie dann allein gelassen. Nur die beiden hätten sich unterhalten, so etwa eine Stunde.

Dabei könnte es um einen Posten für Clinton gegangen sein, aber auch darum, wie man ihre Anhänger nun in Obamas Wahlkampf einbezieht.

Die Vorwahlen seien für Clinton ein sehr persönliches Erlebnis gewesen, sagt Feinstein weiter; sie habe so viele Leute getroffen, die sie lieben und denen etwas an ihr liege. In der Art von Leben, das Politiker führten, sei das viel wert. Daher wolle sie jetzt, dass die Sorgen und Probleme dieser Menschen auch berücksichtigt würden.

Clinton hat erklären lassen, den Posten eines Vizepräsidenten strebe sie nicht an. Damit bleibt aber offen, ob sie ein solches Angebot annehmen würde. Obama könnte sie aber auch auf andere Weise einbeziehen: Immerhin hat sie in den Vorwahlen mehr als siebzehn Millionen Stimmen bekommen – Stimmen, die Obama gut gebrauchen könnte, wenn es in der eigentlichen Wahl nun gegen
den Republikaner John McCain geht.