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Schwulenparaden in Warschau und Rom

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Schwulenparaden in Warschau und Rom

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Mehrere tausend Schwule, Lesben und Transvestiten haben am Samstag in Rom an einer Gay-Pride-Parade teilgenommen. Die Teilnehmer kritisierten Gleichstellungsministerin Carfagna, die sich geweigert hatte, die Schirmherrschaft über den Umzug zu übernehmen, und die katholische Kirche für ihren Widerstand gegen Ehen gleichgeschlechtlicher Partner.

Nach dem Regierungswechsel in Italien sind die Chancen auf eine rechtliche Anerkennung homosexueller Lebenspartnerschaften in die Ferne gerückt.

In Warschau forderten rund 2000 Demonstranten mehr Rechte für Homosexuelle in Polen. Ihre “Parade der Gleichheit” verlief ohne größere Zwischenfälle. Nur am Anfang versuchten rund hundert Mitglieder nationalistisch-radikaler Organisationen, der Allpolnischen Jugend und des National-Radikalen Lagers (ONR), die Demonstration zu stören. Die Polizei konnte eine Konfrontation jedoch verhindern.