Eilmeldung

Eilmeldung

Lehman Brothers gerät weiter in die Finanzmarktkrise

Sie lesen gerade:

Lehman Brothers gerät weiter in die Finanzmarktkrise

Schriftgrösse Aa Aa

Die US-Investmentbank Lehman Brothers ist wegen der Finanzmarktkrise deutlich tiefer als erwartet in die roten Zahlen gerutscht. Das Geldhaus braucht 3,8 Milliarden Euro frisches Kapital.

Im Ende Mai ausgelaufenen Geschäftsquartal sei ein Verlust von 1,8 Milliarden Euro angefallen, teilte Lehman Brothers mit. Bereits im April musste die Bank mit der Ausgabe von Wandelanleihen Milliarden schwere Kapitallücken füllen.

Ähnliche Probleme hat derzeit die Royal Bank of Scotland. Allerdings verlief ihre Kapitalerhöhung nicht ganz zufriedenstellend. Nur 95 Prozent der neuen Papiere konnte bei den Anteilseignern platziert werden. Die restlichen fünf Prozent der insgesamt 5,8 Milliarden neuen Aktien sollen nun über die Börse veräußert werden.

Die nach dem Börsenwert zweitgrößte britische Bank hatte Ende April angekündigt, sich angesichts der internationalen Kreditkrise frisches Geld von den Eigentümern besorgen zu wollen. Denn auch die Royal Bank of Scotland musste Milliarden schwere Abschreibungen vornehmen.

Bei der Bank von England dürfte die halbwegs gelungene Kapitalerhöhung für Aufatmen gesorgt haben. Ein zweiter Fall Northern Rock wird die Währungshüter damit nicht beschäftigen. Der Baufinanzierer war tief in den Strudel der US-Hypothekenkrise geraten und konnte nur mit Notkrediten gerettet werden.