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Spanische Lkw-Fahrer protestieren gegen hohe Treibstoffpreise

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Spanische Lkw-Fahrer protestieren gegen hohe Treibstoffpreise

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Aus Protest gegen die hohen Mineralölpreise haben spanische Lastwagenfahrer einen unbefristeten Streik begonnen. Sie wollen mit ihrem Ausstand die Regierung zu einer Senkung der Treibstoffsteuern und zur Gewährung von Hilfen zwingen. Zu Beginn des Streiks blockierten Lkw-Fahrer die Grenzübergänge zwischen Spanien und Frankreich bei La Jonquera. In der Bevölkerung machen sich Befürchtungen breit, es könnte zu Engpässen bei der Versorgung mit Benzin und Lebensmitteln kommen. Die Streikenden drohten damit, die Wirtschaft Spaniens zum Stillstand zu bringen. Der Preis für Dieselkraftstoff ist in Spanien in den vergangenen zwölf Monaten um 37 Prozent auf etwa 1,30 Euro gestiegen. Zu dem Ausstand riefen mehrere Verbände auf, die vor allem die selbstständigen Lkw-Fahrer und Kleinspediteure repräsentieren. Unterdessen kam es an der Grenze zwischen Spanien und Frankreich zu Auseinandersetzungen zwischen Lkw-Fahrern. Ein portugiesischer Fahrer sagte, die spanischen Kollegen hätten ihre Fahrzeuge vor ihnen geparkt, als sie an der Grenze angekommen seien. Die Polizei habe versucht, den Stau aufzulösen, aber die spanischen Fahrer hätten mit Steinen geworfen und sogar versucht, Reifen aufzuschlitzen. Außer den Lkw-Spediteuren verlangen auch Fischer und Landwirte Hilfen aufgrund der hohen Treibstoffkosten. Die Vereinigung des Gütertransports beteiligt sich nicht an dem Streik. In ihr sind 60 Prozent der großen spanischen Transportunternehmen der Branche organisiert.