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Wettlauf gegen die Zeit: Nach Grubenunglück in der Ukraine 24 Kumpel gerettet

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Wettlauf gegen die Zeit: Nach Grubenunglück in der Ukraine 24 Kumpel gerettet

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Einen Tag nach der Grubenexplosion in der Ukraine sind 24 Bergleute gerettet worden. Einige konnten bereits an die Oberfläche gebracht werden. Ein Kumpel soll sich in kritischem Zustand befinden. Andere warteten weiter auf ihren Aufstieg aus 800 Metern Tiefe. Ein Mann konnte nur noch tot geborgen werden. Noch immer wurden am Montag zwölf Bergleute vermisst. In die Grube läuft Wasser – und die Suche wird damit zum Wettlauf gegen die Zeit. Die Angehörigen sind verzweifelt: “Alle wußten, dass es Probleme gab”, ruft eine Frau: “Mein Mann hat dem Chef gesagt, dass es unmöglich ist, dort zu arbeiten, doch der sagte, sie sollten weitermachen.”

Die Karl-Marx-Mine im Revier Donetsk war eine von mehr als 20 ukrainischen Gruben, die aus Sicherheitsgründen gesperrt werden sollten. Die Kohle in rund einem Kilometer Tiefe; die Förderung wird unrentabel und gefährlich. Vor der Explosion hatten Bergleute einen hohen Methangaswert gemessen.

Die ukrainischen Bergwerke gehören zu den gefährlichsten der Welt. Jedes Jahr kommt es zu tödlichen Unfällen. Bei der bislang schwersten Katastrophe kamen Ende vergangenen Jahres mehr als 100 Bergleute ums Leben.