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Schwere Zusammenstöße im Zuge der Lkw-Streiks - Ein Toter in Portugal

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Schwere Zusammenstöße im Zuge der Lkw-Streiks - Ein Toter in Portugal

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Am zweiten Tag des unbefristeten Streiks französischer und spanischer Lkw-Fahrer wegen der hohen Treibstoffpreise ist es zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Hunderte Lastwagen blockieren die Grenze zwischen Frankreich und Spanien und versperren anderen Lkws den Weg. In Portugal, wo es ähnliche Blockaden gibt, wurde sogar ein Lkw-Fahrer getötet, als er versuchte, einen Transporter aufzuhalten.

Auch vor mehreren spanischen Supermärkten kam es zu Ausschreitungen, weil Lkw-Fahrer die Lieferanten stoppen wollten. In vielen Fällen musste die Polizei einschreiten. Die Filialleiter verkauften unterdessen Waren aus dem Lager und versuchten, die Kunden zu beruhigen. Es gebe keinen Grund zur Panik, hieß es, man könne noch einige Zeit lang auf Lagerbestände zurückgreifen. Auch die meisten Kunden blieben wenigstens vorerst gelassen. “Das ist Panikmache”, urteilt eine Spanierin. “Ich war vorhin bei einer Kaufhauskette und dort gibt es alles. Hier natürlich auch. Es könnte sein, dass der Fisch knapp wird, aber alles andere ist wie an jedem anderen Tag auch. Natürlich ist das erst der Anfang des Streiks, man wird sehen, aber auf alle Fälle fange ich jetzt nicht an, Lebensmittel zu hamstern.”

Angespannt ist die Lage auch an den Tankstellen. In einigen Regionen gibt es kein Benzin mehr, da die Treibstofflager von Streikposten blockiert werden. Vor den Zapfsäulen bildeten sich lange Schlangen, weil viele Spanier versuchten, Benzin auf Vorrat zu kaufen. In manchen Gegenden wurden Treibstofftransporter von Polizeieskorten begleitet. Um Madrid brach der Verkehr wegen der Blockaden zusammen – ganz im Sinne der spanischen Transportergewerkschaft: Deren Vorsitzender hatte erklärt, wenn die Lkw-Fahrer sich kein Benzin mehr leisten könnten, werde das Land zum Stillstand kommen.