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Inflation in Frankreich so hoch wie seit 17 Jahren nicht mehr

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Inflation in Frankreich so hoch wie seit 17 Jahren nicht mehr

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Die Teuerung in Frankreich hat im Mai den höchsten Stand seit 17 Jahren erreicht. Die Inflationsrate kletterte auf 3,3 Prozent. Preistreiber waren neben Kraftsstoffen vor allem Lebensmittel. Dies trifft vor allem Familien mit Kinder, wie diese Besucherin eines Marktes in Paris.

Sie achte sehr auf die Preise, suche nach Sonderangeboten und kaufe vor allem Saisongemüse. Dabei änderten sich auch die Eßgewohnheiten, sagt sie

Die französischen Statistiker bestätigten einen Trend, der derzeit in ganz Europa zu beobachten ist: die Verbraucherpreise steigen. Inzwischen ist die Inflationsrate schon einen halben Prozentpunkt höher als noch zu Jahresbeginn.

Marktforscher Francois Carlier bezeichnet die Rückkehr der Inflation als historisches Ereignis. Dies sei ein Problem, denn die Teuerung betreffe die Kernbereiche des Alltags: Wohnung, Benzin, Lebensmittel.

Volkswirte gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Teuerung noch nicht erreicht ist. Die kommenden Monate dürften daher die Inflation noch weiter anheizen. Das spricht für eine bevor stehende Zinserhöhung, was wiederum die Aussichten auf eine rasche Konjunkturbelebung schmälert.

Für die seit einem Jahr amtierende Regierung in Paris kommt die steigende Inflation zur Unzeit. Hatte sie doch den Kampf für mehr Kaufkraft zu einem zentralen Thema gemacht. Dieser Kampf droht nun, besonders hart zu werden.