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Langsam Bewegung im Streik der Spediteure

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Langsam Bewegung im Streik der Spediteure

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In den Streik der Spediteure kommt langsam Bewegung. Nach tagelanger Blockade ist die französisch-spanische Grenze teilweise wieder für LKW passierbar. Andernorts aber, wie bei Madrid, behindern Lastwagen weiter den Verkehr – trotz nächtlicher Einigung. Seine Organisation sei in den Verhandlungen nicht vertreten, sagt ein Fahrer, deshalb werde er weiter streiken.

Die Stimmung hatte sich gefährlich aufgeheizt. Bislang zahlten drei Streikposten in Spanien und Portugal den Arbeitskampf mit dem Leben, sie wurden von Lastwagen überfahren. In der Nacht wurde ein spanischer Fahrer schwer verletzt. Unbekannte hatten seinen LKW angezündet, in dem er schlief.

Nach Engpässen in Nordspanien mussten auch in Portugal einige Tankstellen schließen. Erneut eskortierte die Polizei Tanklastzüge zur Zapfsäule.

In Spanien nahmen zwei kleinere Gewerkschaften die Verhandlungen mit der Regierung wieder auf. Die hatte sich mit einem Großteil der Spediteure auf Steuererleichterungen geeinigt – allerdings mit jenen, die nicht streiken. An den Blockaden beteiligen sich vor allem kleinere Unternehmen.

Auch die EU-Kommission lenkte etwas ein: Die Länder sollten den vom hohen Ölpreis betroffenen Branchen helfen. Die Maßnahmen dürften aber nicht den Wettbewerb verzerren. Die Zeit drängt, zum beispiel für die Bauern. In den Lagern verdirbt das Obst. Es drohen Versorgungsengpässe, auch mit Milch.