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EU-Kommission treibt Kartellverfahren gegen Energiekonzerne GDF und E.ON voran

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EU-Kommission treibt Kartellverfahren gegen Energiekonzerne GDF und E.ON voran

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Das EU-Kartellverfahren gegen die Energiekonzerne Gaz de France und E.ON ist in eine neue Runde gegangen. Den führenden Gasanbietern in Frankreich und Deutschland wurden die Beschwerdepunkte zur laufenden Untersuchung mitgeteilt.

Die beiden Marktführer sollen vereinbart haben, auch nach der Öffnung der europäischen Märkte in der Heimat des Konkurrenten nicht aktiv zu werden, sagte ein Kommissionssprecher in Brüssel. Dieses abgesprochene Verhalten könnte gegen europäisches Wettbewerbsrecht verstoßen.

Im Visier der EU ist vor allem die MEGAL-Pipeline, die beiden Konzernen gehört und durch die GDF und E.ON Gas von Russland durch Süddeutschland in die französische Metropole Lyon befördern. Bei diesen Lieferungen soll es Absprachen gegeben haben.

Die Unternehmen könnten nun auf die Beschwerdepunkte antworten, hieß es in Brüssel. Sie könnten auch eine Anhörung beantragen, um zu den Vorwürfen Stellung zu beziehen. E.ON Ruhrgas kündigte in Essen an, das Unternehmen werde konstruktiv mit der EU-Kommission zusammenarbeiten, um die Vorwürfe auszuräumen.