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Knapp war es für Gordon Brown. Ganz knapp.

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Knapp war es für Gordon Brown. Ganz knapp.

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Mit 315 pro und 305 kontra Stimmen setzte er im Abgeordnetenhaus das umstrittene Antiterrorgesetz durch. Terrorverdächtige können 42 Tage ohne Anklage in Haft gehalten werden, bisher waren es 28 Tage. Großbritannien ist mit dieser Regelung Spitzenreiter in Europa. Erstmals stimmten die Unionisten aus Nord-Irland für den britischen Premier und verteidigen diese Entscheidung. Sammy Wilson sagte: “ Ich sage es ganz deutlich, unsere Entscheidung basierte allein darauf, was der nationalen Sicherheit im Vereinigten Königreich dient.”

Die Zustimmung des Oberhauses gilt als sicher. Menschenrechtsorganisationen kritisieren diese Haftverlängerung. Voraussetzung für die auf 42 Tage verlängerte Untersuchungshaft ist eine akute Terrorgefahr, das Parlament muß der Verlängerung zustimmen. Zu Unrecht Festgehaltene sollen pro Hafttag 3.000 Pfund Entschädigung erhalten. Viele Briten erinnern sich noch genau an den Juli vor drei Jahren. Bei Anschlägen in London waren damals mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen.