Eilmeldung

Eilmeldung

EU-Kommission setzt Thunfischfang für 2008 vorzeitig aus - Fangquoten fast ausgeschöpft

Sie lesen gerade:

EU-Kommission setzt Thunfischfang für 2008 vorzeitig aus - Fangquoten fast ausgeschöpft

Schriftgrösse Aa Aa

Gute Nachrichten für Thunfische, schlechte für Fischer: Die EU-Kommission hat verfügt, dass Fischfangflotten ab kommendem Montag keinen Thunfisch mehr im Mittelmeer und im Ost-Atlantik fangen dürfen. Betroffen sind Frankreich, Malta, Italien, Griechenland und Zypern. Die spanische Flotte darf noch eine Woche länger Thunfisch fangen, danach allerdings gilt die Verfügung der Kommission auch für sie. Grund für die Maßnahme ist die Tatsache, dass die Fangquoten für den Blauflossen-Thunfisch fast erreicht sind. “Wenn die Quoten ausgeschöpft sind, sind sie ausgeschöpft”, so Kommissionssprecherin Nathalie Charbonneau. “Die Quoten werden von den Mitgliedstaaten festgesetzt. Daher wird es keine Ausgleichszahlungen geben. Wir handeln nur gemäß den Quoten.”

Europäische Umweltschützer begrüßten den Schritt. Greenpeace etwa versucht seit Jahren, den Thunfischfang einzudämmen. Nun fordern die Aktivisten auch einen dauerhaften Schutz für Thunfische, die ihren Angaben nach kurz vor der Ausrottung stehen. Der auch als Roter Thunfisch bekannte Blauflossen-Thun ist einer der interessantesten Meeresfische: Er wird bis zu 700 Kilo schwer und ist in der Lage, schneller zu schwimmen als ein Rennpferd galoppieren kann. In der Hochsaison im Juni fischen Thunfisch-Fänger bis zu 550 Tonnen Fisch pro Tag.