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EU sucht Ausweg aus Vertragskrise

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EU sucht Ausweg aus Vertragskrise

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Nach dem Nein der Iren zum EU-Reformvertrag hat die Suche nach einem Ausweg aus der Krise begonnen. Deutschland regte einen “vorübergehenden Ausstieg Irlands aus dem
europäischen Integrationsprozess” an. Großbritannien forderte von Dublin einen Lösungsvorschlag. Viele Kommentantoren europäischer Zeitungen sehen ein grundlegendes Misstrauen gegenüber der EU und ihren Institutionen als Grund für den Ausgang des Referendums. Die “Irish Times” sprach von einem Schock mit katastrophalem Ausmaß, den die Iren Europa bescheert hätte.

Der irische Ministerpräsident Brian Cowen versicherte den 26 EU-Partner, daß Irland trotz des Neins bei der Volksabstimmung kein Bremsklotz für die Weiterentwicklung der EU sein werde: “Irland wünscht nicht, den Fortschritt der Union aufzuhalten, die der größte Beitrag zu Frieden und Wohlstand in Europa ist”, sagte Cowen.

Bei dem Referendum hatten am Donnerstag 53,4 Prozent der Iren gegen den Vertrag von Lissabon gestimmt. Als einziger EU-Staat hatte Irland eine Volksabstimmung angesetzt.