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Soldaten gehen auf Streife und bewachen Müllkippen

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Soldaten gehen auf Streife und bewachen Müllkippen

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Die italienische Regierung hat ihre Entscheidung verteidigt, Soldaten zur Stärkung der öffentlichen Sicherheit in den Italiens Städten einzusetzen.
Verteidigungsminister Ignazio La Russa sagte, man komme so den Forderungen der Bürger nach mehr Sicherheit nach. 2.500 Soldaten sollen in den nächsten sechs Monaten in den Großstädten auf Streife gehen. Die Opposition hatte den Einsatz als Militarisierung Italiens kritisiert.

„Ich glaube die Militarisierung einer Stadt ist kontraproduktiv“, findet der Turiner Bürgermeister
Sergio Chiamparino.

„Unsere Soldaten sind solche Umstände gewohnt. Sie werden als Friedenstruppen in Afghanistan eingesetzt“, verteidigt die Mailänder Bürgermeisterin Letizia Moratti den Einsatz.

Auch ein anderes Wahlversprechen erfüllte die Regierung Berlusconi. Zur Bewältigung der Müllkrise in Neapel eröffnete die italienische Armee rund 100 Kilometer östlich von Napel eine erste neue Deponie. Die Bevölkerung leistete keinen ennenswerten Widerstand.

In Kürze soll eine weitere im Nordosten Kampaniens eröffnet werden. Die Müllkippen sollen künftig wie „Militärische Sicherheitsbereiche“ behandelt und entsprechend geschützt werden.